04. Januar 2010

Drogendealer über WoW gefasst

Diese Story finde ich im höchsten Maße bemerkenswert: Mit Hilfe der World-of-Warcraft-Accountdaten halfen Blizzard Entertainment der amerikanischen Polizei einen Drogendealer dingfest zu machen, der sich nach Kanada abgesetzt hatte.
Ultrakonsequent wäre wohl nur noch eine Online-Verhaftung gewesen.

Penny Arcade haben einen schönen Comic zu der Geschichte. ;)

17. November 2009

Damals wie heute

Bin endlich mal dazu gekommen, die komplette Spiegel-Reihe zum Thema Rollenspiele zu lesen. Besonders interessant ist der Artikel über Rollenspiel-Hexenjagd, die bis in die Neunziger angehalten hat. Ich finde die Dualität zur heutigen Killerspiele-Diskussion erschütternd.

Wie bequem, dass Unterhaltungsspiele, Jugendkultur und Abenteuergeschichten wieder und wieder als Sündenbock herhalten können, um das Versagen von Eltern gegenüber ihren Kindern zu entschuldigen.

12. November 2009

A Drug Against War

Heute mal keinen Text zum lesen, sondern ein Video zum hören:

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KMFDM sind seit je her eine meiner liebsten Industrial-Rockbands und das Artwork von Adrian Hughes ist mindestens genauso Teil des Phänomen wie die zahlreichen catchphrases, die KMFDM immer und immer wieder in ihre Songs untermischen. Schade, dass es nicht mehr Videos von ihnen gibt.

Better than the best, and harder than the rest! :)

23. September 2009

Kirby-Erben klagen gegen Marvel/Disney

Kirby: Fantastic Four

Passend zur lukrativen Übernahme Marvels seitens Disneys tauchen plötzlich die Erben des Fantastic-Four-Erfinders Jack Kirby auf, da ihnen in diesem Moment einfällt, dass ihnen eigentlich ja ein Stück des Kuchens gehört. Jacob Kurtzberg, besser bekannt als Jack Kirby, ist der geistige Vater populärer Superheldenfiguren wie den Fantastic Four, Captain America, den X-Men, Iron Man, Thor, Hulk und dem Silver Surfer. Den Fall vertritt, vermutlich wenig überraschend, Marc Toberoff, der bereits die Rechte an Superman zwischen den Siegel-Erben und DC aufgeteilt hat. Zugegebenermaßen lief da vieles nicht sauber, was die Bezahlung der Erfinder des Stählernen angeht, aber nun haben wir die Situation, dass die Hintergrundgeschichte und die Kernfiguren der Serie rechtetechnisch in den Händen der Siegels liegen, während der Rest DC gehört. 2013 gehen die Rechte komplett an die Siegels. Übersetzt bedeutet das, das wir uns weitere Film- oder TV-Auftritte von Superman abschminken können. Und Gerechtigkeit ist damit niemandem Genüge getan, lediglich die Habgier einiger Klagewütiger Erben wurde befriedigt.

Mir scheint die Kirby-Disney-Situation ähnlich. Unabhängig davon, ob alles kosher war, was zwischen Marvel und Kirby in den 80ern lief, das Ganze wurde bereits juristisch bearbeitet und es scheint ein bisschen seltsam, dass die Erben des Comicgenies so bemerkenswert gleichzeitig zur Fusion mit dem lukrativen Disney-Konzern auf die Idee kommen, sie könnten ja doch ungerecht behandelt worden sein. Ne, is klar.

Vor 2014 ist da mit keinem Ergebnis zu rechnen, das einen Impact erzielt, aber wenn die Kirbys ihren Willen kriegen, könnte uns eine “Superman-Situation” drohen, in der z.B. Marvel die Rechte an Iron Mans Rüstung behalten, nicht jedoch an Tony Stark, Pepper Potts oder anderen Figuren, die untrennbar mit der Serie verbunden sind. In beiden Fällen (Kirby und Siegel) ist das Ergebnis von keinem Nutzen für die Fans. Im schlimmsten Fall verschwinden die Figuren damit komplett von der Bildfläche, oder werden brutal umdefiniert, um den veränderten Copyright-Bedingungen gerecht zu werden. Glücklich wird damit niemand werden und ich glaube kaum, dass sich Disney/Marvel, mit einer Auswahl von über 4000 Figuren, für jede Veröffentlichung von einer der rechtegesperrten Figuren erpressen lassen. Das die Cartoonisten in den frühen Tagen des Business ausgebeutet wurden steht außer Frage, ebenso dass dies eine Frechheit war. Aber nach 20 oder 30 Jahren damit kommen, nachdem die eigentlichen Zeichner nicht einmal mehr am Leben sind, hat nichts mit Gerechtigkeitssinn zu tun, sondern mit blanker Profitgier.

18. September 2009

Batman gegen die Piraten: 1:0

Batman: Arkham Asylum PackshotEidos haben ihr neues Spiel “Batman: Arkham Asylum” mit einem recht originellen Kopierschutz versehen: Wann immer Batman in einer Raubkopie durch Gotham schwingt, fällt er formschön von der Strippe, wenn es gerade am unpassendsten ist. Egal wie geschickt sich der Gamer anstellt, das Spiel wird damit praktisch unlösbar.
Rausgekommen ist die ganze Geschichte, als sich ein Raubkopierer auf dem Eidos-Forum (!) über den Bug im Spiel beschwert hat, durch den der dunkle Ritter beim schwingen über eine Giftgasgrube dauernd vom Seil fällt. Daraufhin hat ihm die Moderation freundlich mitgeteilt, dass es “kein Bug im Spiel, sondern in Deiner Moralauffassung” ist.

Ich bin kein Freund von aufdringlichen DRM-Systemen, die grundsätzlich jeden Kunden als Kriminellen brandmarken und von den echten Piraten ohnehin im Handumdrehen zu knacken sind, während die ehrliche Kundschaft bestraft und ihr Spielspaß beeinträchtigt wird. Dieses System finde ich allerdings brillant. Sicher – klau es, spiel es – und versage auf der ganzen Linie dabei. ^^ Hut ab, Eidos, das nenne ich einen zukunfstweisenden Weg mit den Raubkopierern abzurechnen.

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