Zieht ins Schanzenviertel, hier gibt es immer was zu sehen. Der Hund auf dem Dach war allerdings die bisherige Krönung des Jahres und wir, Rita, Tanja und meine Wenigkeit, hatten vom gegenüberliegenden Strandcafé den perfekten Blick auf den abenteuerlustigen, wenn auch vermutlich etwas dummen, Junghund, der aus einem offenen Dachfenster auf das Dach geschlüpft ist. Während wir noch darüber spekuliert haben, was ein Absturz des Hundes für potenzielle Unfallfolgen haben könnte (oder ob der Hund vielleicht mit der Katze des Hauses eine saudumme Wette eingegangen ist), genoss das Tier den Ausblick und die Ruhe sichtlich. Je entspannter der Hund das Dach erkundete, umso nervöser wurden allerdings die Leute am Boden. Als Tanja die Polizei anrief, waren die schon aus genau diesem Grund unterwegs.
Der blanke Hohn wäre es gewesen, wenn der Hund genau in diesem Moment auf das Polizeiauto gestürzt wäre, und die wiederum in die Tankstelle nebenan gerast wären. Also, ja, unsere Thesen, was alles schief gehen könnte, wurden immer absurder.
Jedenfalls kamen Polizei und Feuerwehr mit dem vollen Programm angerauscht und starteten einige - erfolglose - Versuche, das dumme Tier vom Dach zu holen. Anbei ein paar Filme von der Handykamera, die leider zu schlecht für YouTube sind, aber fürs Blog wohl reichen: Hund auf dem Dach (QuickTime)
Als der vermutliche Besitzer des Hundes todesverachtend aufs Dach stieg, um den Hund, den weder Feuerwehr noch geschulte Polizeipsychologen scheinbar runtergekriegt haben, einzusammeln, gab es auch entsprechenden Beifall von unten.
Ich muss sagen, dafür dass wir nur für ein Bierchen aus dem Haus gegangen sind, haben wir erstklassiges Entertainment geboten bekommen. ^^