18. September 2009

Batman gegen die Piraten: 1:0

Batman: Arkham Asylum PackshotEidos haben ihr neues Spiel “Batman: Arkham Asylum” mit einem recht originellen Kopierschutz versehen: Wann immer Batman in einer Raubkopie durch Gotham schwingt, fällt er formschön von der Strippe, wenn es gerade am unpassendsten ist. Egal wie geschickt sich der Gamer anstellt, das Spiel wird damit praktisch unlösbar.
Rausgekommen ist die ganze Geschichte, als sich ein Raubkopierer auf dem Eidos-Forum (!) über den Bug im Spiel beschwert hat, durch den der dunkle Ritter beim schwingen über eine Giftgasgrube dauernd vom Seil fällt. Daraufhin hat ihm die Moderation freundlich mitgeteilt, dass es “kein Bug im Spiel, sondern in Deiner Moralauffassung” ist.

Ich bin kein Freund von aufdringlichen DRM-Systemen, die grundsätzlich jeden Kunden als Kriminellen brandmarken und von den echten Piraten ohnehin im Handumdrehen zu knacken sind, während die ehrliche Kundschaft bestraft und ihr Spielspaß beeinträchtigt wird. Dieses System finde ich allerdings brillant. Sicher – klau es, spiel es – und versage auf der ganzen Linie dabei. ^^ Hut ab, Eidos, das nenne ich einen zukunfstweisenden Weg mit den Raubkopierern abzurechnen.

28. Juli 2009

Staat vs. Gamer

Da ich immer noch einen Erkältungskopf habe, gibt’s diesmal nur ein paar Links zu einigen interessanten Artikeln in der Zeit Online zum Thema “Verbot von Killerspielen”. Ein kleiner Einblick in die absurde Hexenjagd unserer Zeit:

Wir sind keine Amokläufer (27.7)
Gamer demonstrieren gegen die staatliche Verunglimpfung ihres Hobbys.

Counterstrike - die Innenminister schlagen zurück (8.7.)
Von ahnungslosen, dummen, alten Männern und Jugendkultur.

Zu schnell geschossen (19.3.)
Ein Artikel, der sich mit dem absurden Gedanken beschäftigt, dass sog. “Killerspiele” automatisch zum Amoklauf führen.

“Solche Spiele sind unerträglich” (16.3.)
Ein haarsträubendes Interview mit dem bayrischen Innenminister Herrmann (CSU).

Dank an Elif fürs forwarden.

09. Juli 2009

Vodafone: FAIL

Vodafones peinliche Presse-VorstellungEgal was für Inhalte Vodafone auf ihrer Seite “embedded” haben und welche User auch immer dort mit dem Konzern “in Interaktion treten”, um zu “platzieren und zu posten”, die Pressevorführung, die “live” gestern ins Internet “gestreamt” wurde, war der erstaunlichste Schwall an heißer Luft und Buzzwords, den ich seit meiner Agenturzeit gehört habe.

Vodafone bietet uns, so erfahren wir, mit einer Microsite, die Teil des neuen Brandings ist (aua), “die Drehscheibe in das World Wide Web” mit der die social media plattforms angesteuert werden können – in einem bilateralen Verhältnis, natürlich, – wo die display ads und banner links hinverlinken können. Hier kann der User sich mit dem Unternehmen Vodafone auseinandersetzen und interaktiv werden. Also, nicht so stumpf und autistisch wie sonst in der Gegend herumstehen. Danke, Vodafone.

Wer das übersteht, ohne langsam einen Tumor zu entwickeln, kann sich dann von dem Repräsentanten der verantwortlichen Werbeagentur, Scholz & Friends, erklären lassen, dass Vodafone für “lean forward” steht. Also vornüberbeugen? Im Sinne von: “Bück Dich Kunde, hier kommt der Tarif?” Ich weiß nicht, ob der Werbemann mit der Sparfrisur es weiß, aber das ist, “in a nutshell”, die Entwicklung. Dass anschließend das mobile Internet mit dem Buchdruck und der Verbreitung des Christentums verglichen wird, ist zwar etwas haarsträubend, aber aus werbestrategischer Sicht noch nachvollziehbar. Auch wenn ich den Vergleich recht unglücklich finde, wenn man die Umstände der Bekehrungsmethoden bedenkt. Aber immerhin werden die Menschen dadurch “empowered”.

Wer mutig ist, kann sich das Video dazu sowie einen ganz exzellenten, begleitenden, Blog-Eintrag dazu auf dem Handelsblatt-Blog ansehen. Ich, jedenfalls, bin jetzt bereit den Mobilfunk-Anbieter zu wechseln, denn das Rot von Vodafone kann ich nicht mehr wirklich sehen. Obwohl – Vodafone hat ja im Zuge seiner Selbst-Neuentdeckung auch die Unternehmensfarbe geändert: Von Rot in… nun… äh… Rot. Das hat ein bisschen was von “des Kaisers neue Kleider”. Vielleicht gibt es aber auch eine markante Unterscheidung der Farbnuance, die dem ungeübten Auge einfach entgeht.

Um es mit den Worten der “Generation Upload” zu sagen: FAIL n00b!

07. Juli 2009

Crap Detection 101

Dieser Artikel von Howard Rheingold, ist ein sehr lesenswerter Beitrag zum intelligenten Ausfiltern von Müll auf der vielzitierten Datenautobahn: *Klick*

Der Artikel sollte im Grunde Pflichtlektüre für alle sein, die das Internet in irgendeiner Form benutzen.

05. Mai 2009

Harlan Ellison – how dare you?!

Harlan Ellison, der Autor, der u.a. Episoden für SciFi-Serien wie Outer Limits, Star Trek und Babylon 5 schrieb, hat in einem Interview ein glorreiches Statement zur “Nimm-Haltung” der Medienbranche gebracht und rechnet in einem Atemzug gleich noch mit denen ab, die die unsägliche Haltung der “Publicity-Almosen” durch ständiges Unter-Preis-Verkaufen auch noch fördern.

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Ich finde das großartig und teile die Meinung. Dank an Tanja Schumacher, die das entdeckte und teilte.

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